Die Junge Union Schwäbisch Gmünd schlägt der Stadt „mit Nachdruck“ vor, die zentrale Verkehrsachse der heutigen B 29 als Schnittstelle zwischen der Stadt und den Besuchern aus nah und fern nach dem Weltbürger Sir Peter Ustinov zu benennen – „Sir-Peter-Ustinov-Boulevard“.
So lautet der Antrag, den JU-Ortsvorsitzender Simon Sopp gestern noch zu später Stunde per E-Mail ins Rathaus sandte. Die Begründung für die Namenswahl lautet wie folgt: Ende dieses Jahres soll der Bahnhofs-Boulevard fertiggestellt sein und für den Verkehr freigegeben werden. Bis dahin braucht die neue Verkehrsachse einen Namen. Vor wenigen Wochen wäre Sir Peter Ustinov 90 Jahre alt geworden. Vor somit ziemlich genau 90 Jahren wurde er in Schwäbisch Gmünd auf dem Schönblick getauft. Zeit seines Lebens hat er, wenn er die turbulente Geschichte seiner Herkunft erklärte, gesagt: „Ich wurde in St. Petersburg gezeugt, in London geboren und in Schwäbisch Gmünd getauft.“ 2004 starb er und wurde in den Nachrufen weltweit als „letztes Universalgenie“, Humanist und Kosmopolit bezeichnet.
Folgende Gründe sprechen unter anderem für die Würdigung Ustinovs durch die Stadt Schwäbisch Gmünd:
- Sir Peter Ustinov ist ein echter Weltstar. Oscarpreisträger (2x), UNICEF-Botschafter, Menschenrechtler und der Inbegriff des Weltbürgers.
- In Gmünd ist bis heute nichts nach ihm benannt. Keine andere Stadt würde es sich entgehen lassen, mit diesem Namen für sich zu werben.
- Der Bahnhofs-Boulevard ist die optimale Lösung. Am Gmünder Bahnhof, wo Gäste aus nah und fern eintreffen, werden sie von einer Straße empfangen, die nach einer Persönlichkeit benannt ist, die den Inbegriff der Völkerverständigung verkörpert. Aus besagten Gründen regen wir daher an, den Bahnhofs-Boulevard vom Kreisverkehr am ZOB bis zum Verkehrskreuz Ledergasse „Sir-Peter-Ustinov-Boulevard“ zu taufen.