Nachfolge: Junge Union Westhausen gründet sich neu

Jetzt ist es amtlich: Seit dem 21. Januar 2011 gibt es wieder eine Junge Union in Westhausen. Zehn Gründungsmitglieder haben mit ihrer Unterschrift unter die Beitrittserklärung ihr Interesse am Thema Politik bekundet. Und nicht nur das: Die Jugendlichen möchten künftig auch ein Wörtchen in der Gemeinde- und Kommunalpolitik mitreden. Der neue Vorsitzende der Jungen Union Westhausen, Steffen Hoffmann, gibt sich aber noch gelassen: „Jetzt stehen erst einmal die Landtagswahlen und die Wahlkampfunterstützung vor der Tür. Danach planen wir eine Neugründungsparty“, so Hoffmann, der selbst überrascht über den Neugründungserfolg der JU in Westhausen war.
Christoph Hald und Steffen Hoffmann, der neue Vorsitzende der JU WesthausenChristoph Hald und Steffen Hoffmann, der neue Vorsitzende der JU Westhausen
Eine Bereicherung

Freuen tut das auch Kreistags- und Gemeinderatsmitglied Christoph Hald: „Für Westhausen wird die Arbeit der Jugend eine Bereicherung sein“, gab sich Hald überzeugt. Anfangs aber müssten die Strukturen noch wachsen und die junge Mannschaft werde einen Findungsprozess durchmachen.

Die JU in Westhausen ist nicht neu. Anfang 2002 wurde schon mal eine gegründet. Am 28. September des vergangenen Jahres löste sie sich dann aber offiziell auf. Seither reißen die Gerüchte über die Gründe des Auseinandergehens in Westhausen nicht ab. Was ist geschehen? Christoph Hald war damals selbst Mitglied und bei der Auflösung mit dabei: „Eines wollen wir klarstellen. Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen. Es war ganz einfach unseren beruflichen Verpflichtungen geschuldet. Auch das Alter spielte dabei eine Rolle. Mit 35 Jahren ist eben Schluss in der Jungen Union.“

Es fehlte an Nachfolgern

Nachfolger für die Neubesetzung des Vorstands waren zum damaligen Zeitpunkt nicht in Sicht. Erste Signale, die jugendpolitische Arbeit weiterführen zu wollen gab es zwar. Diese waren aber nicht hundertprozentig ausgereift. Die ehemaligen Mitglieder standen vor zwei Alternativen. „Weitermachen und vielleicht dahin dümpeln oder sich in Ehren aufhören. Wir konnten auf acht gute und aktive Jahre zurückblicken und haben uns für das Aufhören entschieden“, sagt Hald.

Warum es jetzt, nach so kurzer Zeit, wieder eine Junge Union in Westhausen gibt, hat nach Halds Meinung einen einfachen Grund: „Der politische Wille der Jugend scheint doch ausgeprägter zu sein, als wir Älteren vermuten. Das was gesellschaftlich um sie herum geschieht, interessiert manche der jungen Leute dann doch“, so Hald.