Zum Leserbrief von Michael Baltes in der Schwäbischen Post am 08.10.2010
Die Ereignisse bei der Räumung des Baufelds von Stuttgart 21 müssen sehr genau betrachtet werden. Die Polizei darf nicht verunglimpft werden.
Tatsache war, dass eine Schülerdemonstration angemeldet war. Diese ist aber gar nicht zustande gekommen, weil die Schüler von den „Parkschützern“ auf das Baufeld von Stuttgart 21 gerufen wurden. Die Veranstalter der Schülerdemo, die Jugendorganisation der „Linken“, haben die Schülerdemo danach für aufgelöst erklärt. Auf dem Baufeld von Stuttgart 21 haben die Schüler dann den Aufmarsch der Polizei blockiert und einen LKW der Polizei besetzt.
Der Missbrauch der Schüler durch die Berufsdemonstranten endete auch nicht, als die Polizei die Schüler mehrmals darauf hinwies, mit der Blockade würden sie sich strafbar machen. Trotzdem ist es der Polizei gelungen, die meisten Schüler zum Verlassen des Geländes zu bewegen. Einzelne mussten weggetragen werden.
Die Hauptfrage lautet: Wie konnte es dazu kommen, dass über 1.000 Stuttgarter Schüler während der Schulzeit an so einem Tag zum Demonstrieren gehen? Wenn jetzt einzelne Lehrer sagen, das sei praktischer Gemeinschaftskundeunterricht gewesen, kann man nur den Kopf schütteln.
Christoph Mayer, Ellwangen