Die Junge Union Schwäbisch Gmünd spricht sich „klar“ dafür aus, im Ostalbkreis wahlweise AA für Aalen oder GD für Gmünd als Kennzeichen wählen zu können. Eine so genannte „GD-Option“ soll bei der Kfz-Zulassung zukünftig möglich sein. Die Entscheidungsträger im Kreistag und im Land seien nun gefragt.
Mit diesem Logo wirbt die Junge Union in Gmünd für das GD-Kennzeichen.„Das Wichtigste ist: Eine solche Möglichkeit hätte nur Vorteile und keine Nachteile“, nimmt der JU-Vorsitzende Simon Sopp zur aktuellen Debatte um ein Kennzeichen GD Stellung. Die Kreisreform in den 70ern sei an einigen wenigen Stellen noch nicht perfekt. Deutlich wird dies etwa beim Kennzeichen AA, mit dem sich viele Menschen im Raum Gmünd nicht identifizieren könnten. AA stehe für Aalen, nicht für den Ostalbkreis. Die Aalener aber wären mit einem kreisweit einheitlichen Kennzeichen GD mit Sicherheit auch unzufrieden. Die „GD-Option“ sei nicht gegen den Kreis gerichtet. Gmünd gehöre „selbstverständlich und selbstbewusst“ zum Ostalbkreis. Die Chance, ein gemeinsames Kennzeichen OK oder OAK zu schaffen, sei jedoch in den 90er-Jahren verpasst worden. Es wäre nun ein „wunderbares Zeichen des Landkreises“, wenn der Wunsch „von 82 Prozent der Menschen im Gmünder Raum für ein Kennzeichen GD erfüllt werden würde“. Dies zu blockieren würde alte Wunden aufreißen und eine erneute Debatte über die Zusammenarbeit der Städte als gleichberechtigte Partner im Landkreis provozieren, so die Junge Union in einer Mitteilung.
Spätestens mit dem Amtsantritt von OB Richard Arnold sei in Gmünd eine große Aufbruchstimmung zu spüren. Trotz der finanziellen Probleme, der Wirtschaftskrise und vielerlei Schwierigkeiten werde in Gmünd erhebliches Potenzial geweckt, würden „ständig neue Initiativen ergriffen“. Der Kern dieser positiven Entwicklung sei eine neue Besinnung auf die eigene Identität. Dies mache auch die Kampagne „Ich bin ein Gmünder“ deutlich. Gmünd als Marke zu etablieren nutze allen, von der Wirtschaft, über die Vermarktung von Bauplätzen bis zur Integration von Ausländern, denen eine zunächst lokale Identifikation „viel leichter gelingt“. Ein Kennzeichen GD wäre hier ein weiterer Baustein für ein dynamisches und lebendiges Gmünd, woran auch der Landkreis ein Interesse haben muss, so die Junge Union. Dies werde dadurch ganz deutlich, dass laut einer Studie der Hochschule Heilbronn sich vor allem die jungen Menschen ein solches Kennzeichen wünschten.
Höhere Kosten verursache eine GD-Option im Übrigen nicht, denn der Verwaltungsaufwand bei der Kfz-Zulassungsstelle werde durch die Wahl zwischen AA oder GD nicht mehr. Die Schilder selbst werden nicht von der Behörde geprägt. Umstellungskosten von den zusätzlichen Gebühren gedeckt.
Die JU in Schwäbisch Gmünd setzt sich mit dem Motto „GD für Gmünd“ für dieses Ziel ein. Sie hat dazu ein Logo erstellt, das frei verwendbar auf der Homepage www.ju-gmuend.de heruntergeladen werden kann. Eine „herzliche Bitte“ richtet die Junge Union an Landrat Klaus Pavel und an Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold sowie die Mitglieder des Kreistages, diese Neuerung zu unterstützen.