Diskussion der JU Ellwangen mit MdB Roderich Kiesewetter
Am vergangenen Samstag hat sich die Junge Union (JU) im Roten Ochsen zu einer Diskussionsrunde getroffen. Als Gastredner beschäftigte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter mit der Zukunft der Bundeswehr.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der JU, Thomas Häfele, hielt Roderich Kiesewetter einen kurzen Vortrag über die Bundeswehr. Unter anderem ging er darin auf die veränderte Aufgabenstellung und die Auswirkungen der geplanten Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate ein.
Kiesewetter lehnt eine solche Verkürzung, die nicht nur im militärischen, sondern auch im sozialen und gesellschaftlichen Bereich Folgen haben werde, als „zu teuer“ strikt ab. Denn: Wer würde schon ein Jahr Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr ableisten, wenn sechs Monate Bundeswehr eine Alternative sind?, fragte Kiesewetter. Für ihn mache es zudem keinen großen Sinn, jemanden sechs Monate lang auszubilden, um ihn dann wegzuschicken, wenn er eingearbeitet ist.
Kieswetter forderte stattdessen, „lieber ein Jahr für den Staat von jedem“. Die jungen Leuten sollten frei entscheiden, ob sie dieses eine Jahr im sozialen Bereich, in einer Hilfsorganisation oder in der Bundeswehr absolvieren möchten. Mit diesem Statement eröffnete der Politiker die Diskussion mit seinen knapp 30, meist jungen Zuhörern und stieß auf reges Interesse.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch Fragen zur aktuellen Politik in Berlin gestellt.